Little Gambia Experience: Nachlese in Text und Bild

Eines meiner liebsten Betätigungsfelder ist ja das Recherchieren, das betrifft auch das Zusammenstellen von Reisen, für uns oder andere, mit allem, was dazugehört, und das fängt mit der Auswahl des Zielgebiets an, je nach Interesse, Abenteuerlust, Klimapräferenz, Zeit und Budget. Weitere Aspekte: An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung und Fortbewegung im Reiseland. Strand oder Berge, Tropen oder nicht, Städte oder Wüsten, Sport oder Wellness?

 

Während Michael und ich zuletzt in Marokko per Leihwagen eine abwechslungsreiche Rundtour unternahmen, sollte es für meine Mama und mich eine Standortreise sein, also ohne Quartierwechsel. Zwei Wochen im gleichen Hotel? Das kann langweilig werden, wenn es vor Ort nicht viel zu erkunden gibt, oder das Hotel zwar schön, aber isoliert liegt. Auch sind organisierte, durchgetaktete Busreisen unsere Sache nicht. Also suchte ich nach einem Land mit guten Möglichkeiten für individuelle Halbtages- und Tagesausflüge. Warm sollte es sein, grün, und eine Küste haben. Sicher und überschaubar sein, dennoch exotisch. Und per Direktflug erreichbar. Gambia. Wir entschieden uns für ein zentral in Kololi gelegenes Strandhotel mit Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Taxistand in Laufweite.

 

Nun sind wir wohlbehalten wieder in Maikammer angekommen und blicken zurück auf einige unvergessliche Erlebnisse. Ob grüne Meerkatzen im Bijioli Forest Park, "heilige" Krokodile, leckere Cocktails im "Poco Loco", die Hauptstadt Banjul mit buntem Markt, quirligem Fährhafen und "Arch 22" (unbedingt hinaufsteigen!), Tüpfelhyänen und Kappengeier im Abuko Nature Reserve, Tanji-Fischmarkt, die berühmte "Lamin Lodge", riesige Baobabs und Elefantenbäume, der Gambia River mit seinen zahlreichen Mangroven, Vögeln und Austern, eine vorbildlich geführte Reptilienfarm, völkerkundliche Museen, Wrestling, eine laute Reggae-Nacht, der "Paradise Beach", die südliche Grenze zum Senegal - dank verschiedener lokaler Guides haben wir vieles gesehen und erfahren, und konnten uns dabei immer treiben lassen. Obendrein breite, feinsandige, saubere Strände, an denen sich hervorragend schwimmen und laufen lässt, oder auch hier und da innehalten für einen Plausch mit Einheimischen nebst frisch gemixtem Fruchtsaft und einer Handvoll Cashew-Nüssen.

 

Beste Urlaubslektüre vor Ort: "Wassermusik" (T.C. Boyle), "Roots" (Alex Haley). Gewohnt haben wir im Balafon Beach Resort Hotel, gebucht bei FTI, zusammen mit Direktflügen (Corendon Airlines). Kontaktdaten zu lokalen Guides auf Anfrage.

 

Text, Fotos: Barbara Späth.