Gebrüder-Ullrich-Spaziergang in Maikammer: Historie, Stationen, Termine

Wer über den südlichen Ortseingang hineinfährt nach Maikammer oder beim Wasgau-Frischemarkt parkt, der kann den großen, bunten Zollstock inmitten des Kreisverkehrs kaum übersehen. Doch warum steht das Kunstwerk dort, was hat es mit dem sogenannten Klappmeter-Denkmal auf sich? Nun. Der "Gelenkmaßstab mit Federsperre" wurde im 19. Jahrhundert in Maikammer erfunden, und zwar von Franz und Anton Ullrich. Viele Arbeitsplätze schafften die geschäftstüchtigen Brüder in Maikammer dereinst mit ihrer Emaille-Fabrik. In die Geschichte eingegangen ist u. a. der berühmt-berüchtigte Zarenbecher - ein Großauftrag - nicht umsonst sind einzelne Exemplare heutzutage noch erhältlich. Die beim späteren Konkurs freigesetzten Arbeiter haben im Rahmen einer Notstandsmaßnahme wesentlich am Bau der Kalmithöhenstraße* mitgewirkt, die das damals schon bestehende Kalmithaus besser erschließen sollte.

 

Geburtshaus, Wohnhaus (Wiege des Klappmeters), ehemaliges Fabrikgelände, Arbeitersiedlung, Kalmithöhenstraße, Villa Ullrich, die nach den Brüdern benannte Schule, Klappmeter-Denkmal: Das sind jene Stationen, die es verdienen, im Rahmen eines "Gebrüder-Ullrich-Spaziergangs" gewürdigt zu werden. "Gute Idee", befand das Maikammerer Büro für Tourismus im vergangenen Herbst, "aber länger als zwei Stunden sollte ein geführter Spaziergang nicht dauern". Gesagt, getan - recherchiert, Konzept entwickelt, umgesetzt. Da wir spazieren gehen wollen (und nicht rasen) und Teilnehmer erfahrungsgemäß an einzelnen Aspekten unterschiedlich stark interessiert sind, wird die Tour zu jedem Termin individuell angepasst.

 

Die nächsten Termine: Sonntag, 2.9. (10:00), Freitag, 7.9. (17:00), Mittwoch, 24.10. (15:00). Kosten: EUR 5 pro Person (Kinder bis 16 J. frei). Anmeldung jeweils beim Maikammerer Büro für Tourismus, Tel. (06321) 952768. Weitere Termine, auch für Gruppen (bis max. 14 Personen): auf Anfrage, direkt bei uns.

 

*Bauplanung und -leitung: Kaiserlicher Geheimrat Franz Allmaras.

 

Text: Barbara Späth, Foto: Michael Fritsche.

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